CL20 MOOC: Sick-Woche Rückblick erster Tag: Rahmenbedingungen für Communites

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SICK fragt nach Ideen für Aufbau und Pflege von Communities in dieser Woche. Die meisten Beiträge kamen am ersten Tag zur Frage „Welche Rahmenbedingungen sind für den erfolgreichen Aufbau von Communities notwendig?“

Hier ein paar ausgewählte Aussagen:

  • Manfred Hofferer fokussiert auch bei Communities auf die Bildung von Handlungs-Kompetenz und warnt davor, das ohne den Teil des formalen Lernens zu planen. „Nur“ informelles Lernen erscheint ihm „unsystematisch, unspezifisch und überwiegend situativ und damit nicht fassbar zu bleiben“. Informelles und formales Lernen: „verhalten sich zueinander wie Tag und Nacht; das Eine ohne das Andere geht nicht.“
    Die Meinung wird durch Kommentare unterstützt
  • Uwe Hofschröer empfiehlt die Community als „feste Rolle in der Weiterentwicklung des Vertriebsgeschäftes“ zu etablieren. Die wertschätzende Wirkung der Geschäftsleitung, die wirklich „Themen und Meinungen der Vertriebsmitarbeiter hören und ernst nehmen will“ ist ihm wichtig.
    Kommentare gehen auf die Rolle der Unternehmenskultur ein.
  • Thomas Buerger will die Erwartungen dämpfen, und verweist auf die Nielsen-Regel, nach der in sozialen Netzwerken von 100 nur 1 einen neuen Beitrag schreibt, 9 kommentieren und 90 einfach mitlesen.
    Was die diesen Artikel Kommentierenden gleich die Rolle der 90 Lesenden wertschätzend darstellen lässt.
  • Hedwig Seipel verweist auf die niederschwellige technische Bedienung, um möglichst viele in den virtuellen Austausch mitzunehmen.
  • Christine Knieriemen gibt weitere Tipps für den Community-Aufbau um die Mitmach-Hürden zu reduzieren
  • Michael Raus warnt, dass so ein toller Start auch Risiken birgt: Da werden Partizipations-Erwartungen geweckt, die jetzt auch erfüllt werden müssen. Wenn das einschläft, hat das gegenteilige Wirkung.
  • Daniela Bergsch sieht SICK da schon auf einem guten Weg der Online-Community-Bildung. Sie spricht schon vom Austausch zwischen mehreren Communities.
  • Yvonne Brakonier fragt, ob Communities überhaupt von außen vorgegeben und definiert werden können. „Meiner Meinung nach müssen sie sich selbständig entwickeln“ sagt sie. Sorgen macht ihr die mögliche Konkurrenz der Community-Mitglieder untereinander.
  • Mathias Weskamp meint, dass notwendiges Vertrauen in der Community durch einen Face to Face-Start wesentlich unterstützt wird. Er empfiehlt Informationen zu folgenden drei Feldern „Wer gehört alles dazu?“ / „Was wurde schon gemacht?“ / „Wer ist wofür zuständig?“.
  • Beate Klitsch empfiehlt das Management am besten als User in die Community einzubeziehen. Außerdem rät sie zu Community-Ownern und Guidelines und Hilfestellungen für die Nutzung der technischen Plattform.
    Dazu gab es viele Kommentare.
  • Petra Storck empfiehlt vierteljährliche Zusammenfassungen der Community-Aktivitäten, vielleicht sogar als Video-Botschaften, mehrsprachig und von unterschiedlichen Standorten aus. Außerdem sollten die Community-Aktivitäten regelmäßig in den Strategie-Meetings der Geschäftsführung auftauchen.
  • Ann-Kathrin Lumpe entwirft als Rahmenbedingung für Community-Arbeit auch gleich den Arbeitsplatz dafür, der das ermöglichen soll.

Soweit mein ganz kurzer Zusammenschnitt der Beiträge des ersten Tages, nur zu dieser einen Frage nach den Rahmenbedingungen. Heute, am Dienstag fragt SICK in der Lektion 3 nach Good-Practice-Beispielen von Communities in Unternehmen. Zur Einstimmung gibt es ein Interview mit Katharina Perschke zu internen Communites bei Bosch https://www.youtube.com/watch?v=M5KKmzH7INg.