Ermöglichungsdidaktik statt Belehrungsdidaktik

Die Aufforderung zum Umdenken bei der Gestaltung von Lernsettings haben wir schon im Herbst 2015 als Video-Botschaft von Prof. John Erpenbeck, Prof. Rolf Arnold und Prof. Werner Sauter für den Corporate Learning 2.0. MOOC bekommen. Damals war das Next-Education-Projekt der Deutschen Bahn der Anlass für dieses Gespräch.

Die Aussagen dieser Experten sind nach wie vor aktuell und liefern gute Argumente auch für unseren Corporate Learning 2025 MOOCathon. Ein paar wenige Aussagen aus dem Video:

  • „Wir müssen mehr auf die Aneignung der Subjekte schauen: Was passiert eigentlich, wenn ein Mensch sich etwas aneignet und es plötzlich kann – obwohl, so müsste man fast sagen – er es gar nicht können dürfte.“
  • „Seminare, die inhaltsorientiert sind, und inputorientiert, die sozusagen mit einem verkümmerten Verständnis von dem daherkommen, worum es eigentlich geht – die kann man vergessen.“
  • „Die Lerner zu dem werden lassen, was sie eigentlich immer schon sind – nämlich selbstgesteuerte Lerner“
  • „Die Gefahr ist, wenn ich einen Lernprozess vorstrukturiert habe – das ist ja eine Anmaßung, ich weiß ja gar nicht worauf der Lerner anspringt, und was er vertiefen möchte, was er braucht in seiner Praxis“
  • „Es ist die erlebte Kraft des Selbstlernens, welche am meisten überzeugt.“
  • „Das verhängnisvolle an unseren Lernkulturen … sind die Nebenwirkungen mit den Belehrungskulturen, ist das Subjekt, dass sich nicht mehr zutraut, selbst zu lernen.“
  • „Kompetenzentwicklung ist im Prinzip mit jedem Medium möglich“. „Es müssen nur die Voraussetzungen sein, dass tatsächlich eine Emotionalität erzeugt wird, das tatsächlich echte Alternativen existieren, dass tatsächlich eine echte soziale Zusammenarbeit stattfindet.“
  • „Die Illusion, wir könnten Menschen vorbereiten, die müssen wir sein lassen. Was viel stärker in den Blick rücken muss ist, das es um die Ausstattung der Persönlichkeiten geht.

Lohnende 38 Minuten: