Audi am Donnerstag

Hinweis: auf dieser Seite findet Ihr zwei Abschnitte zu “Audi Händlerentwicklung / Training Deutschland” und “Qualifizierung Importeure”, die Ihr getrennt voneinander bearbeiten könnt. Die Leitfragen sind über beide Abschnitte fortlaufend nummeriert. Bitte kennzeichnet Eure Antworten mit A1, A2 etc.

Audi Händlerentwicklung / Training Deutschland

Hinweis: der Text in diesem Abschnitt ist von Heiko Schmidt verfasst, daher die Ich-Form.

Gerne möchte ich mit Euch bereits jetzt einige Gedanken rund um das Thema “Lernen” teilen. Was treibt uns an? Was sind die Themen, die uns beschäftigen? Auf welche Trends müssen wir reagieren? Wie müssen wir unserer Haltung im Kontext des Themas Lernen verändern? Wie kann “Lernen” als der wesentliche Treibstoff der Zukunft in unserem Unternehmen Etablierung finden? Alles das und noch viel mehr treibt uns an und um.

Die Dynamik der Zeit

Die junge Generation, die Digital Natives sind im Internet aufgewachsen. Simsen, bloggen, twittern, posten sind das Adrenalin ihrer Kommunikation. Sie fordern zu recht einen jungen ‚artgerechten’ Weg zu leben, zu arbeiten und natürlich zu lernen. Hier tut sich die Frage auf, was tun wir dafür, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Wie gestalten wir eine neue Lernkultur sowie Prozesse und Strukturen, dass sich zum einen die junge Generation angesprochen und aufgehoben fühlt und zum anderen die „alte“ Generation nicht verloren.

Veränderungen haben Tradition

Was vor gut 100 Jahren noch einer Revolution glich, ist heute gelebte Gegenwart. Die Geschwindigkeit beherrscht unser tägliches Leben. Im Sekundentakt tauschen wir Information aus, stellen uns auf neue Sachverhalte ein, diskutieren über neue Beziehungen und sind in letzter Konsequenz fast gezwungen, vergleichbarer schnell Entscheidungen zu treffen. Die Begriffe “Zeit” oder “schnell” haben sich epochal verändert.

Der Blick aufs Management:

Nur durch einen Musterwechsel als zentraler Erfolgsfaktor kann konsequent und nachhaltig Zukunft gestaltet werden.

Der Blick aufs System

Dies bedeutet, sich aus den Denkstrukturen eines mechanistischen Weltbildes zu lösen und das systemische Weltbild anzunehmen und das Unternehmen in Strategie, Struktur, Prozess, Kompetenz und System darauf auszurichten.

Das erste Resümee

Es besteht die Notwendigkeit zur Veränderung des Gesamtsystems Unternehmens und somit auch des Gesamtsystems betrieblichen Lernens. Die Neu-Gestaltung des betrieblichen Lernens kann nur dann erfolgreich und zukunftsfähig umgesetzt werden, wenn alle beteiligten Dimensionen (Strategie, Prozesse (IT)-Systeme, Personal und Kompetenz, Organisation und Kultur) auf eine neue, höhere Ebene gehoben werden. Nur das verändern einzelner Dimensionen führt nicht zu einem notwendigen Paradigmen-Wechsel betrieblichen Lernens.

Leitfragen


Frage 1: STRATEGIE – Welche strategischen Optionen haben wir und wie gestalten wir diese?


Frage 2: PROZESSE und STRUKTUR – Können wir mit den derzeitigen Prozessen und innerhalb der derzeitigen Struktur den Herausforderungen flexibel und effizient begegnen?


Frage 3: KULTUR – Leben wir in einer Kultur des „Managens von Stabilität“ oder managen wir Instabilitäten?


 

Zukunft des Lernens

Gerne möchte ich jetzt noch ein wenig tiefer in die Thematik “Zukunft des Lernens” einsteigen.

Lernen und Arbeiten. Die zwei Seiten einer Medaille

Zwei Seiten einer Medaille. Die messerscharfe Trennung von Schule, Arbeits- und Privatleben ist verschwunden. Der moderne Mensch bewegt sich zwischen den Welten, der Arbeitswelt und der privaten Welt. Die ehemals klaren Grenzen verschwinden. Das gilt im besonderen Maße für technologiegetriebene Gesellschaften mit ihrem fortwährenden Wissendurst. Lernen am Arbeitsplatz, auf dem Weg zur Arbeit und zurück, im Auto, in der Bahn, im Flugzeug, in der Freizeit wird zum ständigen Begleiter einer urbanen Gesellschaft. Nur wer lernt, kann sich den Herausforderungen der Zukunft stellen, kann  seine Position im Wettstreit der Wirtschafts- und Finanzsysteme verteidigen oder weiter ausbauen, kann seinen Zielen nach mehr Corporate Social Responsibility (sozialer Verantwortung) Nachdruck verleihen. Dies gilt sowohl für den Einzelnen als auch für die soziale Gemeinschaft.

Vom Lernen zum Arbeiten

In der ökonomischen Realität ist Lernen nicht nur eine treibende Kraft, Lernen sichert vielmehr die Überlebensfähigkeit konkurrierende Unternehmen. Der lernende Mensch ist Potenzialträger und das Kapital von morgen, das Humankapital der Unternehmen. Wohlwissend, dass Skeptiker dem Lernen aus marktwirtschaftlicher Sicht eine zu einseitige und damit rein auf die ökonomisch verwertbare Logik vorwerfen, ist Lernen für marktorientierte  Gesellschaften und Unternehmen unverzichtbar.

Lernen und Spielen

Spielerisches Lernen ist mehr als nur ein Wunschgedanke. Bereits Friedrich Schiller (1795) hatte die Idee, auf dem Weg des Spiels in das Erfordernis des gesunden Menschverstandes zu kommen. „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Knapp 150 Jahre später legt der niederländische Kunsthistoriker Johan Huizinga mit seinem Buch über den spielenden Menschen (homo ludens) den Grundstein für die spätere Spielforschung.  Für Huizinga ist die Frage, warum wir spielen, vollkommen klar. Wir spielen, weil es Spaß macht und Spaß ist wiederum motiviert zum Lernen. Oder mit den Worten eines Spieleentwicklers: „Fun ist just another word for learning.“

Unsere These

Bildungsarbeit findet zukünftig vermehrt auch in virtuellen Lernwelten statt. Sicherlich wird es auch weiterhin klassische Bildungsformate geben. Ich bin aber davon überzeugt, dass die “Bildungswelt” in ihrer Methodologie viel diverser werden wird. Gesellschaftliche Trends zum einen und neue technologische Möglichkeiten zum anderen werden aber die Bildungswelt in Teilen revolutionieren. In diesem Verständnis versteht sich Bildungsarbeit als Innovationscluster und zugleich als Startup Zelle für neue Impulse und Ideen.

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Virtualität in der Bildungsarbeit

Emotionen bestimmen maßgeblich unser Denken und unsere Entscheidungsprozesse. Der fühlende Mensch wird zum Treiber moderner und vor allem virtueller Bildungsarbeit. Der rational denkende und handelnde homo oeconomicus (der Wirtschaftsmensch) hat als Maßstab zukünftiger Bildungsarbeit in Teilen bald ausgedient.
Unsere Herausforderung „Training (learning) should be fun as well …“
Der Anspruch an neue Trainingskonzepte zeigt sich in den Möglichkeiten, neue erklärungsbedürftige Technologien zu erleben und zu erproben. Der Aufbau von Handlungskompetenz steht im Vordergrund neuer Trainingskonzepte. Doch wie kann neues Wissen schnell und effizient vermittelt werden und wie können wir gleichzeitig zum Lernen motivieren?

Mobiles Lernen ist omnipräsent und wird zum Motor modernen Gesellschaften

Weltweit werden 2015 nach Schätzungen einer IDC Studie fast 40 Prozent aller Mitarbeiter mobil arbeiten. Das entspricht einer Zahl von 1,3 Milliarden Menschen, die ständig von unterwegs Informationen abrufen. Audi Virtuell Training wird dem Anspruch an ein lebenslanges und aus heutiger Sicht mobiles Lernen gerecht. Lernen oder Bildung wird mehr zu einem selbstorganisierten Prozess.

Virtual Working

Kunden und Entwicklungsexperten werden sich zukünftig im virtuellen Produktentstehungsprozesses über Visionen, Wünsche, Träume und natürlich über technische Innovationen austauschen. Alte, traditionelle Grenzen werden in der virtuellen Welt verdrängt, verschmelzen in ihr zu einem durchgängigen Prozess. Wenn nun der Kunde seinen festen Platz in der virtuellen automobilen Welt gefunden hat, wo findet dann zukünftig Lernen statt. Qualifizierung kann sich dem Trend, man könnte fast behaupten dem Siegeszug der Virtualität nicht entziehen. Lernen findet zukünftig in virtuelle Lernwelten statt. Konzipiert und gestaltet nach Vorbildern begeisternder Filmwelten, kombiniert mit den motivierenden, entdeckenden Facetten der Game Welt und der Kunst der Didaktik. Ein durchaus hehres Ziel. Doch der Mensch braucht hochgesteckte Ziele.

Gamification

Spielerische Elemente des Lernens erobern traditionelle Industrien. Ein neuer Begriff tritt an, das Lernen in der traditionsbewussten Old Economy  zu revolutionieren. Gamification, also die Verwendung von Spiel oder Game Attributen um das spielähnliche Verhalten der Nutzer oder Lernenden zu motivieren, wird zum Synonym für neue, virtuelle und zugleich spielerische Ansätze des Lernens. Laut einer Gartner Studie werden bis 2015 mehr als die Hälfe der Unternehmen spielerische Techniken für ihre Innovationsprozesse nutzen. Mehr als 70 Prozent der Global 2000-Unternehmen werden bis 2014 über mindestens eine Gamification-Anwendung verfügen. Nun ja, dies hat sich noch nicht so gnz erfüllt. Aber wir arbeiten ja dran.

Der Homo Ludens (1938)

Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen bindenden Regeln verrichtet wird.

Leitfragen


Frage 4: Unsere Herausforderung „Training (learning) should be fun as well“ – Der Anspruch an neue Trainingskonzepte zeigt sich in den Möglichkeiten, neue erklärungsbedürftige Technologien zu erleben und zu erproben. Der Aufbau von Handlungskompetenz steht im Vordergrund neuer Trainingskonzepte. Doch wie kann neues Wissen schnell und effizient vermittelt werden und wie können wir gleichzeitig zum Lernen motivieren?


Audi Qualifizierung Importeure

Wir möchten Ihnen anhand der zwei Beispiele “Nachhaltigkeitsspecial” und “AUDI VIRTUAL TRAINING CAR” einen kleinen Einblick geben, wie Audi im Bereich Training und Qualifizierung der Importeure neue Weg geht.

Nachhaltigkeitsspecial

Das Nachhaltigkeitsspecial vereint neue Lernmethoden mit bereits bewährten Techniken. Durch Learning Snacks, welche aus kleinen Textbausteinen mit Bildern/Videos und kurzen Quizzen bestehen, wird das komplexe Thema Nachhaltigkeit nicht nur auf informative sondern auch interaktive Weise vermittelt. Neben den 10 Audi-spezifischen Nachhaltigkeitsprojekten vom Standort Ingolstadt, regt das Nachhaltigkeitsspecials auch zum Überdenken des eigenen Handelns im alltäglichen Leben an.

Seht selbst: https://www.learningsnacks.de/showcase/sustainability

AUDI VIRTUAL TRAINING CAR

Stellen Sie sich vor: Sie fahren mit einem echten Fahrzeug auf einer echten Strecke – durch eine virtuelle Welt. Das ist kein Science Fiction, das ist das Prinzip Audi Virtual Training Car. Der Audi Virtual Training Car auf Basis eines Audi A4 wurde erstmals 2016 im internationalen Audi Verkäufertraining erfolgreich eingesetzt und ist in seiner systemischen Ausprägung bislang weltweit einmalig.

Leitfragen


Frage 5: Welche digitalen Lernformate nutzen Sie, um komplexe Themen zu vermitteln?


Frage 6: Kennen Sie weitere digitale Tools, um Technologie erlebbar/nachvollziehbar zu machen?


Weiterführende Informationen