Aareal – am Freitag

ERGEBNISSE, ERFAHRUNGEN, FRAGEN

Eine Woche liegt hinter uns. Eine Woche mit spannenden Diskussionen und viel “Ausprobieren”. Heute wollen wir die Ergebnisse des Twitterchat und der SWOT vorstellen und gemeinsam mit Euch reflektieren:

  • Was sind Eure Learnings?
  • Was ist für die Aareal Bank an Insights hängen geblieben?

Darüber hinaus möchten wir gerne den Dialog zum Thema People Analytics und KI aufrecht erhalten. Dazu braucht es Euch. Los geht’s wie immer heute um 13:00 h auf Skype for Business mit der letzten Livesession. Wir hoffen, dass es allen Spaß gemacht hat und freuen uns auf einen grandiosen Abschluss. Was uns allen bleibt, ist die mit Spannung zu beobachtende Entwicklung von BigData/SmartData und die Transformation von HR-Development/HR-Consulting.

Download: Wrap up der Aareal Bank-Woche (u.a. Ergebnisse der SWOT-Analyse) (PDF; 1 MB)

  • Stephan Deierlein

    Meine wichtigsten Erkenntnisse über Big Data und Künstliche Intelligenz aus dieser Woche:

    – Im praktischen L&D-Einsatz steckt das Thema noch in den Kinderschuhen
    – Interessante, konkrete Nutzungsansätze:
    > Lernempfehlungen/-impulse: “Kollegen mit gleichen Wissensbedarf fanden auch interessant…”
    > Inhaltsaufbereitung: Content-Analyse durch KI mit anschließender didaktischer Verwertung (Wissenstests, etc.)
    > Strategische Mitarbeiterplanung: Identifikation + Matching von Bedarf und vorhandenen Ressourcen

    Alles steht und fällt mit der Qualität der Big Data. Je mehr und bessere Daten der Algorithmus hat, je mehr er also weiß, desto besser kann er eine gestellte Frage beantworten.

    Wie viel Transparenz wollen wir hier? Insbesondere, wenn es um das Wissen einzelner Personen, also die Daten in unseren Köpfen geht? Stellen die nicht in unserer Wissensgesellschaft einen ganz enormen, aber auch individuellen Wert dar, den nur jeder Einzelne selbst beurteilen kann und auch sollte?

    Und kann man das Wissen in den Köpfen vernünftig messen? Die Auswertung von Jobprofil-Daten, Lebensläufen und absolvierten Trainings kann vermutlich globale strategische Entscheidungen erleichtern. Was ein einzelner Mensch weiß und vor allem kann, wie es also wirklich mit den Daten in unseren Köpfen aussieht, wird bis auf weiteres durch keinen Algorithmus erfassbar sein.

    Gerade wegen seiner Brisanz aber auch Potentiale finde ich das Thema hochinteressant. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich unser Lernen in Zukunft durch Maschinen verändern wird.

    Vielen Dank für die wertvollen Denkimpulse!

    Außerdem diese Woche gelernt:
    Twitterchats machen schwindelig aufgrund der vielen Daten, allein schon beim Mitlesen 😉

    • Povoden Werner

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      Ich stimme dem zu, dass bis auf weiteres kein Algorithmus erfassen kann, welche Daten bzw. Wissen in unserem Köpfen vorhanden ist. Unser Gehirn ist ein geschlossenes System und produziert seine Inhalte selbst. Diese Inhalte werden gespeist durch Informationen von außen. Sind diese Informationen nicht Anschlussfähig, dann werden diese Informationen verworfen und finden keinen Niederschlag in den mentalen Strukturen.

      Mich hat auf der Startseite der Satz – ,,Wie verändern Big Data, Künstliche Intelligenz und Bots ihre Themen und Aufgabengebiete?” – hellhörig gemacht. Gerade die Phänomene Assistenz-Bots und Social-Bots zeigen für mich eine Brisanz auf, die in dieser Woche mehr oder weniger ignoriert wurde. Karlheinz Pape hat am Beginn des Moocs berichtet, dass er Twitter als Lerntagebuch einsetzt und somit das Potential dieser Anwendung unterstrichen. Nicht erst seit Trump weiß man, dass Social Bots auch massiv zur Meinungsmanipulation genutzt werden. Hier stellt sich für mich die Frage, wie werden Social-Bots auch zur Beeinflussung bzw. zur Manipulation von Trends im L&D Bereich benutzt. US-Amenrikanische Forscher haben am Beginn des Jahres das größte Social Bot Netzwerk auf Twitter entdeckt. Dieses Netzwerk auf Twitter besteht aus ingesamt mehr als 350.000 Social Bots die auf Knopfdruck aktiviert werden können. Aktuell verbreitet dieses Netzwerk hauptsächlich Tweets/Kommentare zu Star Trek und ähnlichen Genres. Eine Eigenschaft dieser Beeinflussung besteht darin, dass diese Social Bots auf prominente Hashtags angesetzt werden. Die mit den prominenten Hashtags abgesetzten Tweets sind entweder mit Links ausgestattet die entweder direkt auf die Seiten von Herstellern von Tools verweisen oder noch subtiler auf Artikel die mit entsprechenden Schlagworten gespickt sind. Werden dann über Suchmaschinen diese Schlagworte eigegeben, landet man wieder auf Anbieter von Tools oder ähnlichem.

      Das brisante daran ist, dass wir derzeit noch nicht in der Lage sind, die Tweets dahingehend zu analysieren, ob es sich bei einem Tweet, um einen Menschen handelt oder um einen mit Ki ausgestatteten Social Bot. Dieser im Eingangsartikel dieser Woche angesprochene Aspekt hat somit auf ein enormes Potential die Meinung des Einzelnen zu beeinflussen. Ich finde es deshalb irritierend, wenn in den Beiträgen hauptsächlich die positiven Aspekte von Social Media Anwendungen angesprochen werden aber die Kehrseite der Medalie überhaupt nicht bzw. nur in Nebensätzen erwähnt werden.

      Angesichts der Tatsache, dass in diesem Mooc die verschiedenen Social Media Anwendungen für Lernprozesse empfohlen werden ist das Potential der Kehrseite groß genug, sich auch darüber Gedanken zu machen. Social Bots sind nicht nur auf Twitter aktiv, sonder auch auf Facebook, Instagramm usw.

      Ich habe zu diesem Thema eine Map erstellt, die ich diesem Beitrag beifüge.