CLP032 Corporate Learning 2025 MOOCathon – Woche 9 Start Session

Aufzeichnung der Auftakt-Session CL2025 Woche 9 mit dem Audi-Team aus Ingolstadt am 10.07.2017.
Die neunte CL2025-Woche wird vom Audi-Team gestaltet. “Lernen.anders – wie sieht das Corporate Learning bei Audi heute und in 2025 aus?” ist die Leitfrage dieser Woche, die mit der Corporate Learning Community diskutiert werden soll.
Hier gibt das Audi-Team einen Einblick in die eigenen Learning-Aktivitäten von der Berufsausbildung über den internen Austausch mit sozialen Medien bis zum Technik-Training.
Alle Infos zur CL2025 Audi-Woche: https://colearn.de/audi-cl2025/.

Hier die Video-Aufzeichnung:

Beantwortung offener Fragen

In der Livesession waren noch einige Fragen offen geblieben, deren Antworten wir hier gerne schriftlich nachreichen:

  1. Gibt es bereits ein Learning Interface oder gibt es für den Lernenden eher verschiedene Eintrittspunkte zu den internen Qualifizierungsangeboten?
    Unsere Lernplattform „Audi Qualifizierung“ ist der zentrale Einstiegspunkt. Hier finden die Mitarbeiter Seminare, Workshops, Trainings und viele digitale Lernformate, die sie selbst buchen können.
  2. Inwieweit wird externer Lerncontent nach strategischen Handlungsfeldern strukturiert und für Internes Lernen angeboten? In welche digitalen Kompetenzen (persönlich, fachlich, methodisch) wird investiert?
    Der Zukauf bzw. die Produktion von externem Lerncontent gehört bei uns zum Tagesgeschäft. Der Bedarf hierfür wird zum einen durch die Fachabteilungen ausgelöst, zum anderen von der Abteilung “Berufsfamilienqualifikation” gesteuert. Hierunter fallen dann auch strategisch wichtige Themen wie z.B. Digitale Transformation, Batterie- und Hochvolttechnologien, BigData usw.
  3. Spielt Gamification eine Rolle bei der angestrebten Lernkultur?
    Wir haben bereits in mehreren Bereichen Gamification-Ansätze in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt – allerdings noch nicht so intensiv, wie wir uns das gewünscht hätten – dies liegt in erster Linie daran, dass die Kosten für die Erstellung solcher Lernszenarien sehr hoch sind.
  4. Fließt bei dem digitalen Campus auch externer Lerncontent ein?
    Im ersten Schritt steht hier immer die Frage „make-or-buy“. Ist die Entscheidung für externen Content gefallen, dann arbeiten wir mit verschiedenen externen Dienstleistern zusammen um Content von der Stange zu kaufen oder wir lassen individuell für unsere Bedürfnisse Content erstellen.
  5. Ist die virtuelle Umgebung von Tricat?
    Ja – die virtuelle Welt ist von TriCAT – im Moment befinden wir uns in der Pilotphase und evaluieren intensiv den Einsatz von TriCAT.
  6. War das Barcamp intern-geschlossen, oder durften auch Externe teilnehmen?
    Die verschiedenen Barcamps waren bislang rein-interne Veranstaltung. Warum? Weil wir erstmal den Audianern die Chance geben wollten, das Format kennenzulernen.
  7. Auf welcher Software ist die Community – SharePoint?
    Audi team – unser Community Tool – basiert auf Jive.
    Audi dox – unser Tool für gemeinsame Arbeit an Dokumenten – basiert auf Sharepoint.
  8. Sind im Audi ESN alle Communities offen (gut für Unternehmensweiten Austausch), oder gibt es auch geschlossene Gruppen?
    Es gibt sowohl offene, als auch geschlossene Gruppen – dies ist immer vom Einsatzszenario abhängig.
  9. Können Mitarbeiter externe MOOCs nutzen (in der Arbeitszeit)?
    Ja – die Mitarbeiter können auch externe MOOCs nutzen – in der Regel ist der Zugriff auf das Internet frei. Bei einer umfänglichen Teilnahme am MOOC erfolgt die Teilnahme dann aufgrund des hohen zeitlichen Invest nach Absprache mit der Führungskraft. Bei der Anmeldung an externen Lernplattformen achten wir im Besonderen darf, dass der Anbieter alle Datenschutzanforderungen erfüllt.
  10. In welchem zeitlichen Umfang sind die Maßnahmen, die bei euch erstellt werden? Eher kurze e-learnings oder auch lange Sessions?
    Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eher kurze Lerneinheit bei unseren Kollegen besser ankommen. Wir versuchen die Module mit einer max. Länge von 10min zu gestalten. Allerdings haben wir aber gerade bei größeren Themen wie Brandschutz oder Compliance auch Module, die bis zu 25min lang sind. Aber der Trend geht sicherlich zu kurz Lerneinheiten, die sinnvoll miteinander verbunden sind und in sich geschlossen sind.
  11. Müssen die Mitarbeiter motiviert werden sich fortzubilden oder gehört es zur Firmenkultur; gibt es einen Unterschied in der Motivation bei unterschiedlichen Altersgruppen?
    Unsere Erfahrung ist, dass alle Mitarbeiter ein hohes Eigeninteresse an Weiterbildung haben.
  12. Unterscheidet ihr zwischen der Rolle Community Manager und Community Owner?
    Nein, bei uns gibt es nur die Rolle Community Manager.
  13. Wie gelingt euch die Evaluation der doch sehr vielschichtigen Weiterbildungen in den verschiedenen Formaten. Wird das zentral zusammengeführt?
    Im Anschluss an jedes Seminar erhalten die Teilnehmer einen Fragebogen. Die Fragebögen werden dann an die Fachbereiche weitergeleitet und gesichtet. Im Moment arbeiten wir gerade an einem neuen Konzept der Evaluierung um die vielfältigen Anforderungen der Zukunft bewältigen zu können.
  14. Mich würde interessieren, ob es bereits ein Learning Interface gibt oder ob es für den Lernenden eher verschiedene Eintrittspunkte zu den Qualifizierungsangeboten intern gibt.
    Wir haben unsere Lernplattform “Audi Qualifizierung” – hier finden die Mitarbeiter über 2.500 verschiedene Seminare, Schulungen und digitale Lernangebote (WBTs, Videos, Dokumente, Quizzes, Games, etc.). Die Plattform basiert auf der SAP LSO, wurde aber von uns sowohl im Backend als auch im Frontend speziell auf unsere Bedürfnisse angepasst. Im System ist der komplette Workflow von der Suche einer Maßnahme, über die Auswahl und Buchung bis hin zur Bildungshistorie hinterlegt.
  15. Wer hat Hoheit über das pro Kopf-Bildungsbudget? Kann der Mitarbeiter selbst entscheiden wofür er dies einsetzt?
    In der Regel stimmen sich der Mitarbeiter und die Führungskraft ab, welche Maßnahme für den Mitarbeiter am besten passt. Die Höhe des Budgets ist individuell abhängig von den Bedürfnissen des Mitarbeiters. Der Mitarbeiter kann alle Maßnahmen selbst buchen – diue FK kommt lediglich eine Information darüber. Der Mitarbeiter erhält aber immer einen Hinweis, dass er sich für eine kostenpflichtige Maßnahme entschieden hat und dies mit der FK abgestimmt hat – wir nennen dies “passiven Genehmigungsworkflow”.
  16. Inwieweit wird externer Lerncontent nach strategischen Handlungsfeldern strukturiert und für Internes Lernen angeboten?
    Der Zukauf bzw. die Produktion von externem Lerncontent gehört bei uns zum Tagesgeschäft. Der Bedarf hierfür wird zum einen durch die Fachabteilungen ausgelöst, zum anderen von der Abteilung “Berufsfamilienqualifikation” gesteuert. Hierunter fallen dann auch strategisch wichtige Themen wie z.B. Digitale Transformation, Batterie- und Hochvolttechnologien, BigData usw.
  17. In welche digitalen Kompetenzen (persönlich, fachlich, methodisch) wird investiert?
    Wir versuchen unsere Mitarbeiter in allen Bereichen der Digitalen Transformation weiterzubilden – immer abhängig von deren Einsatzbereichen.
  18. Welche Rolle spielt der externe Austausch? (Also über Unternehmens- und Konzerngrenzen hinweg) Kommt das vor, wird dies gefördert?
    Wir pflegen einen offenen Austausch mit Kollegen aus der Aus- und Weiterbildungsbranche und den HR-Bereichen (Messen, Kongresse, Barcamps, Beteiligung in Foren,etc…). Natürlich immer unter Berücksichtigung der im Unternehmen geltenden Compliance-Spielregeln. So nehmen wir zum Beispiel auch an verschiedenen Benchlearning Projekten teil, empfangen regelmäßig Experten aus anderen Unternehmen/Brachen.
  19. Wird schon so etwas wie SmarterPath für die Jive-Plattform genutzt?
    Stand heute noch nicht; aber in einem gemeinsam Projekt evaluieren die Mitarbeiter IT & die Akademie gerade den Einsatz.
  20. Gibt es Fakten/Zahlen, was die Lernenden im Hinblick auf die vorgestellten unterschiedlichen Tools nutzen?
    Nein.
  21. Wer kann die externen Lernangebote nutzen?
    Alle Mitarbeiter können nach Absprache mit ihrer Führungskraft externe Lernangebote nutzen. Sofern diese nicht im internen Portfolio zu finden sind.
  22. Sind Maker-Spaces schon ein Thema?
    Ja, aber zugegebenermaßen nicht in der Breite. Es gibt vereinzelte Initiativen und Spaces, wie z.B. un Ingolstadt ein sog. X-lab, das als Maker Space allen Mitarbeitern offen steht. Weiterhin gibt es ein Produktion-Lab und eine agile Prozesswerkstatt.