Continental – Freitag – Reflexion

Freitag: Office 365 – New Work Style
… neues Lernkonzept

Wir haben in den vergangenen fünf Jahren sehr viel gelernt über Beteiligungsformate, Skaliereffekte in der digitalen Welt, ergänzende Ansätze zu Change Management (wir nennen es Leading Change) und moderne Möglichkeiten der bi-direktionalen Kommunikation. Für die „Evergreen“ Herausforderung* erstellen wir gerade ein neues Gesamtkonzept, das die drei für uns wichtigen Themen verbindet:

Kommunikation – Change – Lernen

*Evergreen-Herausforderung: Immer mehr Software und auch unsere eigenen Geschäftsmodelle sind Cloud-basierte Abomodelle. Das bedeutet dass Updates nicht mehr nur kommen, wenn wir sie kaufen, sondern kontinuierlich – oft mehrmals im Jahr (statt bisher alle paar Jahre). Was früher als Projekt lief, wird jetzt Dauereinrichtung: Testen, Lernen, Veränderung… das braucht eine veränderte Organisationsform: Digital Transformation

 

Dabei verfolgen wir drei Stufen der „Intensität“:

  • INFORMIEREN meist traditionelle Methoden um alle abzuholen
  • INVOLVIEREN Transparenz, Beteiligung und Mitgestaltung von Anfang an
  • AKTIVIEREN hier wird es „persönlich“ z.B. mit dem neuen globalen GUIDE Netzwerk

Gemeinsam definieren wir einen neuen Arbeitsstil – entlang der neuen digitalen Möglichkeiten. Welche persönlichen Produktivitätsprozesse können verbessert werden und einfacher umgesetzt werden?

Als Mission gilt der Satz:

Es muss einfach und attraktiver sein,
das neue Verhalten anzunehmen,
als das bisherige in die neuen Tools zu übernehmen.

Daraus folgt ein veränderter Ansatz, der „Lernen“ dem Projekt nicht erst nachlagert, sondern Nutzerfreundlichkeit und Erfolgserlebnisse von vornherein mit „einDesignen“ muss. Wir lernen gemeinsam mit den Nutzern und lösen deren Probleme – idealerweise, bevor sie entstehen. Das klingt stark nach Design Thinking 😉

Das Respektieren der Diversität unserer Organisation, der Kulturunterschiede, verschiedenste Lern-Präferenzen und Kenntnisstände verhindert einen „One Size Fits All“ Lösung… Persona Modelle, Interviews, Umfragen und viele Gespräche laufen aktuell um hier passende Angebote zu erarbeiten.

Jeder soll aus einem Blumenstrauß an Lernmöglichkeiten wählen können, dass schließt auch unterschiedlich Support-Kanäle ein. So kommt zum typischen Ticket-System auch ein Social Help Desk, ein Curious Bot sowie Zugriff auf unser globales Experten-Netzwerk (für persönlichen, physischen Service in Landessprache und Kultur- / Funktionskenntnis) ein.

Freitags-Abschluss-Lernaufgabe:

Ihr bekommt eine neue Software installiert (oder ein neues Gerät):

  • Beschreibt hier in den Kommentaren, kurz was Ihr in der ersten Stunde danach macht / wie ist Euer Lernprozess!

 

BONUS Track:

Wie würdet Ihr den “Single Point of Entry” #SPE_cl2025 für ein solch buntes Lernangebot gestalten?

 

 

Und damit sagen wir – heute um 13:00 Uhr VIELEN DANK für Euer tolles Mitmachen, die vielen spannenden und mutigen Beiträge und freuen uns auf die kommenden Wochen gemeinsames Lernen!

  • Stefan Deibel

    Sowohl bei Software, die ich für meine Tätigkeit benötige – egal ob im privaten genutzt, oder im beruflichen Umfeld für die Nutzung vorgesehen, bin ich der “Trial-and-Error-Typ”. Der Mehrwert von Video-Tutorials hat sich in meinem Nutzungsverhalten in den ersten Stunden in den letzten Jahren enorm gesteigert.
    Mittlerweile sind digitale Medien, seien es Erklärvideos oder Screenaufzeichnungen von Herstellern oder Nutzern,so zahlreich zugänglich, dass ich hier den größten Effekt für meinen Einstieg sehe.
    Gleichzeitig halte ich es für wichtig bei der Vertiefung von Software und Features ein maßgeschneidertes Trainingskonzept für unumgänglich. Den Ansatz mit Expertentrainern, die Key User qualifizieren halte ich für sehr gut umsetzbar und habe damit positive Erfahrungen gesammelt. Wenn diese Key User nicht nur beratend unterwegs sind, sondern sogar auch in die Schulungen der Kollegen als Trainer agieren, hat man für sie auch das beste Training.
    Aber zurück zur Reflexion: “LbDWaA” – Learning by Doing, Watching and asking!
    >>>> NOTIZ FÜR MICH: Nutze das Personas-Konzept von @ottobockhr für solche Implementierungsprozesse: Wie nähern sich Nutzer der neuen Software?

  • Martina Pumpat

    Lernprozess: Kommt auf das Ziel an… habe ich etwas gekauft/installiert, um damit schnellstmöglich an ein Ziel zu gelangen/etwas zu erledigen, dann google ich sofort das Gerät/die Software mit den entsprechenden Ziel zusammen. Und schau dann entweder auf geschriebene Anleitungen oder youtuve Videos – je nachdem bei welchem ich das Gefühl habe, die Schritte schnell nachvollziehen zu können. So kann es denn auch erst mal passieren, dass ein youtuvbe Video step by step abgearbeitet wird: Schritt angucken, Video stoppen, nachvollziehen bis es klappt, und dann weiter mit dem Video. Wenn ich es nicht eilig habe, dann wird’s erst mals spielerisch und ich versuche, mich soweit wie möglich durch reines Ausprobieren durch das Gerät/die Software zu schlängeln. Und ich suche im Internet immer nach den TOP 10 Tipps, Hinweisen, Shortcuts oder Hacks für alles – da sind oft Dinge bei, auf die man durch reines Ausprobieren eben doch nicht kommt.

    SPE: Vielleicht nach Lerntyp? Sowohl unterteilt nach Grad der Beteilgung als auch nach Kanal… so etwa:
    “Zum ersten Mal dabei – und du möchstest nur ein wenig schnuppern? Hier sind die Highlights…”
    “Du möchtest alles erfassen, aber dich nicht aktiv beteiligen? Hier sind alle Inhalte zum Lesen/Schauen (ohne Diskussionsforum)”
    “Du möchtest alles erfassen und die Diskussionen verfolgen, aber dich nicht aktiv beteiligen? Hier sind alle Inhalte zum Lesen/Schauen mit Diskussionsforum”
    “Du möchstest überall dabei sein? Dann sind hier die fast track links zu….”
    Oder unterteilen nach zeitlicher Verfügbarkeit des Teilnehmers…
    Oder eben nach Kanälen: “Du schaust am liebsten Videos? Dann hier…” “Dein liebstes Medium ist der geschriebene Text? Dann hier….” “Du diskutierst gerne mit den anderen? Dann hier….”

  • F-A. Ittner

    Guten Abend zusammen, ich finde die Fragestellung sehr spannend. Vor allem, da ich immer noch sehr altmodisch bin und viele Programme wie z.B. meine Adobe Suite gern lokal laufen habe und selbst bestimme, wann ich wie update 😉

    Wird mir ein PLE oder Working-Environment vorgegeben, nutze ich tatsächlich die erste Stunde häufig erstmal zum “spielen” und ausprobieren. Was gibt es für Tools? Wie kann ich die verwenden? Was passiert hier – was dort.

    Natürlich hängt das aber auch ein wenig von meiner Rolle ab. Selten bin ich einfach nur den User, sondern eher irgendwie mit der Einführung eng verbunden oder sogar verantwortlich. Dann geht es mir oft darum in dem Umfeld mit unterschiedlichen Benutzerkonten zu spielen und zu kucken, was ich mit den jeweiligen Berechtigungen denn darf 🙂 Ein gutes Beispiel für mich sind hier Redaktions- bzw. einfache Content-Management-Systeme. Was geht in den jeweils vordefinierten Rollen? Welche Style kann ich wo anpassen.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, ist das aber häufig auch der Teil der Arbeit, auf den ich wenig Lust habe. Häufig muss ich mich bei neuen Programmen erst einfuchsen. Out of the Box kommt nicht das von mir gewünschte Ergebnis, drum nutze ich gern Programme die Ihren Zweck erfüllen und bei denen ich mich schon gut auskenne.

    Ausnahme: Es gibt eben ein bestimmtes Feature, dass wirklich einen Unterschied macht. Ein Beispiel hier ist z.B. die Software Captivate von Adobe. Erst ab der Version 8 kann ich dort “responsive html5” Dateien erstellen, die dann auch auf mobilen Endgeräten gut laufen. Für mich ein Killerfeature.

    Hoffe der Beitrag hilft weiter

    #tools #gamefication #play #new #experience

  • Marcel Kirchner

    Mein erster Schritt ist zunächst Learning-by-doing – ausprobieren und ein wenig vorangehen – Stichwort: #einfachmachen – bei einem Enterprise Social Network wäre das ein Profil einrichten, eine Community anlegen, Applikationen hinzufügen und erste Einträge erstellen. Dann versuche ich, gezielt Kollegen ins Boot zu holen durch vernetzen, taggen und @mentions, um sie schließlich anhand eines konkreten Anwendungsfalls, z.B. Meeting organisieren, im Arbeitsalltag abzuholen und für die Zusammenarbeit zu begeistern 🙂 Das gelang im Rahmen der bisherigen Software-Initiativen immer recht gut, könnte aber auch daran liegen, dass wir untereinander grundsätzlich ziemlich technik-affin sind 😉

    Der Einstieg in ein vielgestaltiges Lernangebot sollte meines Erachtens direkt im Arbeitsalltag erfolgen bzw. jederzeit möglich sein. Es sollte also ein Lern-Cockpit geben, das idealer Weise gleich in die Arbeitsumgebung integriert ist. Denn Lernen und Arbeiten verschmelzen zunehmend und sollten daher technisch und fachlich gezielt ineinandergreifen.

    Eine offene Fragestellung, die sich für mich dabei ganz konkret ergibt, ist die Darstellung von Mehrwerten bei der Nutzung verschiedener Software-Systeme: Wie schafft ihr es zukünftig aufzuzeigen, wie sich ConNext und Office365 im Arbeitsalltag ergänzen? Oder wollt ihr ggf. sogar beide in verschiedenen Arbeitssituationen (kollaborativ vs. dokumenten-orientiert) bewusst voneinander abgrenzen? Und welche veränderten Verhaltensweisen werden dabei fokussiert / angestrebt? Denn die spannende Herausforderung ist ja vor allem, wenn bereits viel vernetzt und kollaborativ gearbeitet wird, dies noch weiter zu fördern und zu bereichern…und dabei sind sicherlich nicht nur neue Software-Funktionalitäten entscheidend 😉

    • “Eine offene Fragestellung, die sich für mich dabei ganz konkret ergibt, ist die Darstellung von Mehrwerten bei der Nutzung verschiedener Software-Systeme: Wie schafft ihr es zukünftig aufzuzeigen, wie sich ConNext und Office365 im Arbeitsalltag ergänzen?”

      Das ist eine spannende Frage, die möglicherweise über IBM vs. Microsoft hinausgeht. Vielleicht steckt dahinter auch ein Reifegrad, nämlich zum Einstieg ein fertiges Set an Tools zu nehmen, so wie es der Softwareanbieter vorgesehen hat. Und dann mit zunehmender Reife auf ein stärker konfigurierbares Set an Tools, und zwar auf organisatorischer als auch auf der Team- und der individuellen Ebene, zu setzen.

      • Harald Schirmer

        Eine kurze Überlegung ist ConNext (ESN) als “lernende Organisationsplatform” (Default open) und O365 als Cooperationswerkzeug (Default closed) für Projektarbeit zu unterscheiden. … To be discussed 😉

        • Marcel Kirchner

          Sehr spannender Ansatz! Und natürlich geht es über die reine Software-Philosophie der beiden Welten hinaus. Mein Erfahrungswert bisher ist, dass für den Nutzer die Software-Komponente dahinter letztlich nicht entscheidend ist, wenn man ihm helfen kann, seine Einsatzszenarien möglichst optimal abzubilden, damit er produktiv werden kann. Das ist aus meiner Sicht auch die Herausforderung beim Change zum “New Work Style”. Ich finde es daher vor allem sehr interessant zu erfahren, was für Euch dann konkret eine “lernende Organisationsplattform” bedeutet. Denn kollaborative Projektarbeit war ja bisher auch in Connections Communities ziemlich gut abbildbar, währendessen man bei dokument- und workflow-orientierter Zusammenarbeit schnell an die Grenzen gestoßen ist und hier Office365 mit Teamsites und Dokument-Bibliotheken seine Stärken ausspielen kann. Interessant ist auch, dass ihr hierbei zwischen offenem und geschlossenem Austausch unterscheidet und wie weit mögliche Integrationsszenarien zwischen beiden Welten gehen könnten.

          In diesem Sinne…to be continued! Ich freue mich über den Austausch 🙂

  • Es hört sich zwar übertrieben an, aber es scheint doch so zu sein, dass eine neue Software tatsächlich neun Mal besser sein muss als die bisher genutzte Software. Andrew McAfee hat das in den Anfängen der Enterprise 2.0-Bewegung auf Basis der Studie von Gourville “Why Consumers Don’t Buy: The Psychology of New Product Adoption” aus dem Jahr 2003 behauptet:

    “So as we Enterprise 2.0 enthusiasts keep talking about the benefits and new capabilities offered by the new tools, we had better hope that the innovators who are actually developing these technologies are aware of the 9X problem posed by email, and are working on ways to deal with it.”
    http://andrewmcafee.org/2006/09/the_9x_email_problem/

    Da ist was dran! Deswegen ist es vielleicht keine gute Option, die Anwender mit einer neuen Software alleine zu lassen, nach dem Motto “probiert mal” aus. “If you build it, they will come”, dass das nicht funktioniert ist mittlerweile Allgemeingut.

    (Übrigens: Das Gegenargument dazu ist übrigens immer, dass bei einem iPhone auch niemand eine Einführung braucht. Da sollte man nochmals darüber nachdenken!)

    Also braucht man noch Schulung? Am besten als WBT? Oder vielleicht weil es schneller geht als Webinar? Oder machen wir den Anwendern “kommunikativ” klar, welche “Pain Points” wir mit der neuen Software gelöst haben oder wie das alles zur Unternehmensstrategie passt? Oder suchen nach Kollegen, die einem helfen, die berühmten “Floorwalker”? Oder brauchen wir doch eine “Barn Raising Party”? Oder sammeln und kommunizieren wir erstmal “Lighthouse Use Cases”?

    Alles nicht schlecht, aber aus meiner Erfahrung funktioniert in der Breite ein Ausprobieren an konkreten Aufgabenstellungen am besten. “Schaffa, ned schwäza” hat diese Strategie mal ein früherer Chef von mir genannt. Ein Beispiel: die Einführung von virtuellen Communities kann man sehr effektiv und effizient angehen, in dem mit den Anwendern (das können z.B. Pilotteams sein) bespricht, was diese damit in ihrem Arbeitsalltag in den kommenden zwei bis drei Monaten anfangen wollen. Und diese Aufgaben begleitet man dann sehr konsequent (z.B. durch Backstopping, Monitoring), “steuert nach” wo notwendig, sorgt für einen guten Informationsfluss und feiert am Ende den Erfolg gemeinsam.