Continental – Dienstag – Vernetzung

Dienstag: GUIDE Netzwerk als Lern- und Change Enabler    #WirGewinnt

Immer mehr Organisationen setzen das von uns entwickelte GUIDE Konzept um. Ein globales Netzwerk von freiwilligen „Early Adoptern“ welche die Mitarbeiter in Veränderungen persönlich begleiten. Als Netzwerk nutzen sie aktiv Social Media und tauschen sich permanent über Herausforderungen, Gelerntes und Fragen aus. Als CommunityLeader suchen sie aktiv andere Funktionen und Mitarbeiter um die Diversität unserer Matrix-Organisation über die üblichen Grenzen hinaus nutzbar zu machen.

 

Von Push zu Pull:

Wichtig ist die Haltung der GUIDEs und die Umkehr des üblichen Lernprozesses: Nicht die GUIDEs belehren die Mitarbeiter, sie werden durch Ihre eigene erfolgreiche Anwendung als Lösungsanbieter attraktiv. Statt Lerninhalte zu pushen wollen wir Neugier wecken und einen Pull-Effekt erzielen. Voraussetzung dafür ist, dass genügend wertvolle Lösungen, Wege, Tips, Antworten verfügbar sind (siehe Wikipedia, YouTube…das wird auch genutzt, weil wir davon ausgehen, dort fündig zu werden).

GUIDE VIDEO KickOff 2012:

 

Dienstags-Lernaufgabe:

Sehr ähnlich, wie sie jeder GUIDE in seiner „Ausbildung“ macht: Gehe auf Xing oder LinkedIn und suche 5 andere Menschen, die eine ähnliche Jobbeschreibung haben, vernetze Dich mit Ihnen. (Wer sich traut – gerne die neuen Kontakte persönlich kennen lernen.)

Alternativ kannst Du die Liste der Teilnehmer hier verwenden und Dich mit Kollegen, oder Teilnehmern in Deiner Gegend vernetzen:

Bonus-Aufgabe (aus Working Out Loud): Mache ein kleines Geschenk: z.B. auf LinkedIn:

  • Like heute 3 Beiträge, die Dir gefallen, oder Dir geholfen haben (zeige Deine Wertschätzung)
  • Bestätige der Person eine oder mehrere Kompetenzen
  • Schreibe eine kurze “Recommendation”

Hintergrund zum Feedback geben / Wertschätzung:

  • Ich bin zwar kein Freund von messen, besonders im Kontext von Menschen erachte ich dies oft für sinnfrei, da man komplexe Systeme mit Wechselwirkungen aus meiner Sicht nicht wirklich sinnvoll messen kann, bzw. sind die Ergebnisse wenig aussagekräftig, aber mich würde mal interessieren, wie aktiv die GUIDES denn schlussendlich waren? Die Kosten für das Programm denke ich waren ziemlich hoch. Würdet ihr Kosten-Nutzen als positiv einstufen? Gibt es da etwas wie eine Aktivitätskurve der GUIDES?

    Im Internet spricht man ja oft von der 90 9 1 Regel. Also 90% der User konsumieren nur. 9% sind teilweise aktiv und liken und sharen mal was und 1% sind die Personen, die echt viel Content erstellen und dauernd aktiv sind.

    Mein Ziel bei Communities ist es immer die 1 und 9% transparent zu machen, wertzuschätzen und im ersten Schritt die 1% etwas zu erhöhen. Dann die 9% ausbauen… Eure GUIDES gehören ja höchstwahrscheinlich zu diesen 9+1%… Gibt es hierfür bei euch evtl. eine Statistik? Beobachtungen?

  • Andreas Schulze-Kopp

    Es ist zwar nicht mehr Dienstag, aber die Aufgabe wurde nun am Mittwoch erfüllt 🙂 Das zeigen der Wertschätzung, egal ob der Person gegenüber oder dem Beitrag der veröffentlicht wurde, ist eines der Kernelemente des Social Web wie ich finde. Von daher ein unverzichtbarer Prozess, sowohl in internen als auch in externen Netzwerken.

  • Eine echt schöne Adaption des KeyUser Prinzips (gepaart mit dem Multiplikatoren Prinzip) für den Aufbau von Communities. Scheint ja wirklich erfolgreich gewesen zu sein.

    Was hättet ihr Rückblickend anders gemacht? Wo hat sich euer Ansatz bis heute verändert?

    • Harald Schirmer

      Dankeschön. Ganz klar bei den Führungskräften viel intensiver wirken. Wir waren Top-Down und Bottom-Up sehr stark und nachhaltig erfolgreich. Gerade bauen wir GUIDEs reloaded auf – diesmal über 800 und werden sicher dabei auch die Führungskräfte nicht vernachlässigen 😉 … mehr am Freitag

  • Angela Stotz

    Schöne Aufgabe! Wenn ich in unserem Unternehmen Kollegen unser ESN etwas näher bringe, kommt oft bei dem “Gefällt mir” – Button ein “Naja!” als Reaktion. Bei weiterem Nachfragen, kommt oft als Antwort: “Das ist doch Schleimerei!” oder “Das ist mir zu amerikanisch!”. Nein, ist es nicht!!!! Also 1. meine Likes sind ernstgemeint. 2. bewirke ich, dass durch meine Likes meine Follower auch auf diese Posts oder Kommentare aufmerksam werden, denn wahrscheinlich interessiert es sie auch und 3. schaue ich mir gerne an, was diejenigen liken, denen ich folge und entdecke dadurch spannende neue Dinge. So erweitere ich auch immer wieder mein Netzwerk. 4. da ich mich durchaus freue, wenn ich ein Like bekommen habe, gehe ich davon aus, dass diejenigen, deren Post ich like, sich auch freuen :-). Fazit: ich bereite nicht nur anderen eine Freude, sondern verteile die Ideen oder was es auch immer ist, in mein Netzwerk und helfe somit Diskussion anzuregen oder neue Erkenntnisse zu gewinnen. Ein einfaches “Like” kann viel bewegen (aber natürlich nur ernstgemeinte).

    P.S. ein anderes Learning dieses Tages von mir: ich finde es nicht schön, einen Avatar zu benutzen und wollte daher bevor ich hier mitdiskutiere mein Bild auf disqus hochladen. Das habe ich auch geschafft! Aber nur quer. Nach mehreren Versuchen ein schon im Vorfeld gedrehtes Bild hochzuladen, dass dann doch wieder quer kam, hab ich es jetzt aufgegeben. Ist ja irgendwie auch ganz witzig. Und das nicht immer alles perfekt sein braucht, wissen wir ja seit Haralds tollem Wochenteaser. 😉 Also bleib ich quer.

    • Harald Schirmer

      Mut zum QUER-denken! Vielen Dank für Dein starkes Engagement zu Feedback. Ich erlebe sehr oft, dass hier Frauen viel natürlicher damit umgehen. Bei vielen Männern wird Feedback oder gar Lob/Wertschätzung oft nur im “Rahmen” einer Inszenierung dosiert übergeben: Urkunde, Award, Weihnachtsfeier… Hier herrscht in Deutschland vor Allem noch echte Armut. #MUTzumLOBEN … Freut mich, dass Dir die Aufgabe gefällt!

  • Sehr schön, der Hinweis in der Zusatzaufgabe, das kommt häufig viel zu kurz! Werde gleich tätig werden 🙂

    • Harald Schirmer

      Ja, es klingt erstmal nach Zusatzaufwand, meine Erfahrung ist aber, dass viele sehr gerne diese Bonus Aufgabe machen wollen (Deutsch sind ja auch so gern fleißig 😉 – es soll dann natürlich sinnvoll sein und denen, die nicht so viel Zeit investieren können nichts wichtiges entziehen. Meist ist man dann auch stolz, die extra Meile geschafft zu haben. Auf sich Stolz sein ist eh auch etwas in Vergessenheit geraten und wird schnell mit Arroganz verwechselt – womit man sich aber doch etwas die Freude und Belohnung nimmt, oder?

  • Natalie Raeber

    Danke für diese Übersicht zu Feedbacks in Social Media!

    • Harald Schirmer

      Sehr gerne Natalie, wenn Fragen sind gerne hier einfach posten!