Was für ein Buch soll entstehen?
Wir, die Corporate Learning Community, wollen ein praxisorientiertes Handbuch zusammenstellen, das zugleich eine Momentaufnahme aktueller Praktiken des Persönlichen Wissensmanagements (Personal Knowledge Management/ Personal Knowledge Mastery/ PKM) bietet. Wir wollen mit diesem Buch persönliche Erfahrungen und Routinen des Umgangs mit Informationen und Wissen reflektieren und miteinander teilen. Das Buch soll einen Beitrag zu einem (aus unserer Sicht) noch viel zu selten thematisierten Feld des Wissensmanagements leisten.
Was verstehen wir unter Persönlichem Wissensmanagement?
Eine kurze Arbeitsdefinition: „Wir verstehen Persönliches Wissensmanagement als die Gesamtheit von Routinen, Methoden, Werkzeugen und sozialen Praktiken, mit denen Menschen Informationen finden, einordnen, organisieren, teilen und daraus Lernen und Handeln ableiten.“
Etwas länger: Persönliches Wissensmanagement hilft, mit der wachsenden Informationsflut umzugehen: Informationen nicht nur zu sammeln, sondern sie zu ordnen, zu verknüpfen und so verfügbar zu machen, dass daraus handlungsfähiges Wissen entsteht. Ob „Second Brain“, Zettelkasten, persönliches Wissensarchiv oder gute Arbeitsroutine: PKM schafft eine tragfähige Wissensbasis für die eigene Arbeit.
PKM verbindet zugleich individuelles Lernen mit Community-Wissen. Was wir lesen, beobachten und verstehen, kann in Teams, Organisationen und Netzwerken wirksam werden. Damit wird PKM zu einer wichtigen Voraussetzung für lernende Organisationen – gerade dort, wo neue Ideen aus Zusammenarbeit, Perspektivenvielfalt und geteiltem Erfahrungswissen entstehen.
Wer ist angesprochen?
Wir laden Learning Professionals, Wissensarbeiter:innen, Menschen aus Organisationen und Unternehmen, Hochschulen und Wissenschaft, Selbstständige sowie Community-Mitglieder ein, ihre Projekte, Routinen und Erfahrungen rund um PKM mit uns zu teilen!
Dabei soll es keine Rolle spielen, ob Du Dich schon lange mit dem Thema PKM beschäftigst oder erst mit diesem Aufruf startest, Deine PKM-Routinen und Deine PKM-Praxis zu reflektieren und mit uns zu teilen.
Was für Beiträge suchen wir?
Die Beiträge dürfen persönlich, praxisnah, reflektierend, kritisch, konzeptionell oder erfahrungsbasiert sein; unfertige Fragen sind willkommen; es werden keine wissenschaftlichen Fachaufsätze erwartet, aber Quellen und Bezüge sind gerne gesehen.
Erfahrungsberichte
Orientiere Dich bei der Beschreibung Deines PKM gerne an den Prozessschritten, die der kanadische Wissensmanagement-Experte Harold Jarche in seinem Seek > Sense > Share – Modell (Jarche, 2014) beschrieben hat:
- Seek: Wie hältst Du Dich auf dem Laufenden? Wie und wo suchst Du Informationen? Wie vernetzt Du Dich mit anderen Menschen?
- Sense: Wie dokumentierst und organisierst Du Informationen? Wie hältst Du sie fest, wie verknüpfst Du Neues und Bestehendes?
- Share: Wie teilst Du Informationen mit anderen?
Weitere Fragen zum Einstieg können lauten: „Was hat sich an meiner PKM-Praxis durch KI bereits verändert?“, „Welche Routinen funktionieren wirklich – und welche nicht?“, „Wie wird aus meinem persönlichen Wissen auch geteiltes Wissen?“, „Wo stößt PKM im Arbeitsalltag an Grenzen?“
Das sind Ankerpunkte, die Du gerne mit den Medien und Werkzeugen füllen kannst, die Deine PKM-Praxis ausmachen. Und die Du gerne mit den Fragen, Herausforderungen und persönlichen Erfahrungen verbinden kannst, die eine gelebte Praxis des PKM mit sich bringen!
Themenbeiträge
Wir freuen uns über alle Themen und Formate, die sich mit dem Thema Persönliches Wissensmanagement auseinandersetzen! Hier einige Stichpunkte, zu denen wir uns Beiträge gut vorstellen können:
- Konzepte und Modelle des PKM
- Entwicklungen und Veränderungen des PKM
- PKM und Wissensarbeit
- PKM als Teildisziplin des Wissensmanagements
- PKM und Lerntransfer
- Selbstorganisiertes Lernen und Lernkompetenz als Future Skill
- Grenzen des PKM im Organisations- bzw. Unternehmenskontext
- PKM und Künstliche Intelligenz
- …
Mischformen und weitere Formate
Diese Unterscheidung zwischen Erfahrungsberichten und Themenbeiträgen dient zur ersten Orientierung! Mischformen sind herzlich willkommen. Auch andere Formate sind denkbar, zum Beispiel Praxisberichte, Tool-Beschreibungen, Essays, Interviews, Fallstudien, kritische Reflexionen oder Lernreise-Berichte! Wenn Du weitere Ideen hast, komm‘ gerne auf uns zu!
Wie kannst Du beitragen?
Zur Unterstützung stellen wir einen Schreibleitfaden zur Verfügung, der Hinweise zu Umfang (ca. 8.000–12.000 Zeichen für Erfahrungsberichte, 10.000-20.000 Zeichen für Themenbeiträge), Textformatierung, Umgang mit Bildern, Bildrechten und Literaturangaben enthält.
Beiträge sollten als Word-Dokument eingereicht werden. Falls Bilder eingebunden werden, bitte Rechte klären und Nachweise mitliefern.
Das Buch soll unter einer freien Lizenz (CC BY 4.0) veröffentlicht werden. „CC BY 4.0“ bedeutet, dass die Beiträge unter Namensnennung weiterverwendet, geteilt und bearbeitet werden dürfen.
Wichtige Termine
- Bitte trage Dich bis zum 15. Juni 2026 über unser Formular ein und gib uns eine kurze Info zu Deinem geplanten Beitrag:
Anmeldung (Google Forms)Die Eintragung bis zum 15. Juni hilft uns bei der Planung. Das Redaktionsteam der CLC prüft die Vorschläge auf Passung, Vielfalt und Überschneidungen und gibt ein kurzes Feedback.
- Einreichungsfrist für die fertigen Beiträge: 15. August 2026
- Rückmeldung/Feedback durch das Redaktionsteam: bis Mitte September 2026
- Geplante Veröffentlichung des Buchs: Dezember 2026
Fragen? Unterstützung gewünscht?
Das CLC-Redaktionsteam steht Dir zur Seite!
Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf melde Dich gerne bei einem Mitglied des Redaktionsteams:
Verena Doehler (Verena.Doehler@gfwm.de)
Sophie Hartmann (sophie.hartmann@smycles.com)
Joachim Niemeier (joachim.niemeier@t-online.de)
Jana Panke (kontakt@janapanke.de)
Johannes Starke (mail@johannes-starke.de)
Jochen Robes (jochen.robes@colearn.de)
Wir freuen uns auf Deinen Beitrag!
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