Bericht vom #clc10 Walk and Talk (Juni 2026)

Regen Regen Regen. Es hätte mich nicht überrascht, wenn Sirkka, Anja, Christian, Andreas und ich alleine vor dem „Science Center Spectrum“ gestanden hätten, um in den geplanten Walk and Talk der zu starten. Aber auch an diesem Donnerstag, 4.10.2026 blieb die Berliner Regionalgruppe wetterfest und die NoShow-Rate vernachlässigbar. Unter den 18 Spaziergänger:innen waren sogar spontane Gäste und mehrere Neuzugänge. Pünktlich zum vereinbarten Start um 18:30 Uhr stoppte der Regen, wir klappten wir die Regenschirme zu und starten ins Geh-Gespräch.

Die Community-Mitglieder am Treffpunkt.

Der Ablauf war locker geplant: Etwa eine Stunde schlenderten wir in Zweier- und Dreiergrüppchen durch den Park am Gleisdreieck. Walk and Talk bedeutet auch, mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch zu kommen. Alle zehn Minuten wechselten wir unsere Dialogpartner:innen. Als Option hatten wir Laufzettel mit Fragenvorschlägen verteilt, die aber, so meine Wahrnehmung, kaum benötigt wurden.

Zettel mit folgenden vorgeschlagenen Fragen:
1. Was treibt Dich in diesen Wochen im Corporate Learning um und an?
2. Wie förderst Du Lernen dort, wo Du arbeitest?
3. Was könnte Corporate Learning sein ... was es derzeit noch viel zu wenig ist?
4. Welche Beziehung hast Du zur Corporate Learning Community?
5. Wenn Du per Fingerschnipp eine Rahmenbedingung ändern könntest, die das Lernen von Mitarbeitenden in Unternehmen prägt, ... was wäre das?
6. Welche konkreten Empfehlungen hast Du ... für Corporate Learning bezogene Quellen (z. B. Personen, Bücher, Events, Webseiten, Werkzeuge o. ä.?)
7. Welches Lernerlebnis hat Dich richtig begeistert? Wieso?
8. Wann warst Du im Corporate Learning mutig?
9. Was fehlt im Corporate Learning schmerzlich ... und mit welchen Fixes behebst Du diese Leerstelle?
10. Was wird sich im Corporate Learning aufgrund des KI-Zeitalters generell verändern?
11. Welche beruflichen Rollen wird es in Zukunft in diesem Berufsfeld geben?
12. bHast Du Sorgen bzgl. deiner beruflichen Zukunft?

Persönliches und organisationales Wissensmanagement, Strukturen und Beschränkungen im Corporate Learning, Wissens- und Lernartefakte, Arbeitszeiten, Futures Literacy, politische Bildung, Barcamp-Magie, Rollen- und Planspiele, Lernen durch Gespräche mit Fachexpert:innen und die dadurch entstehende Neugier in der Arbeit … ich kann zwar nur von den Themen berichten, die ich mit meinen Gesprächspartner:innen erkundete, aber allein die Tatsache, dass sich unsere in Zwiegespräche vertiefte -Parade immer mehr auseinanderzog und ich gegen Ende große Wegstrecken zurücklegen durfte, um alle Zweiergrüppchen an den 10-Minuten-Wechsel zu erinnern, lassen mich vermuten, dass das gegenseitige Interesse groß, das Gespräch tiefgründig und die Konzentration hoch war.
Als nach einer Stunde alle Außenecken des Parks begangen waren, hatten sich wahrscheinlich die meisten von uns mit mindestens drei oder vier anderen Community-Mitgliedern ausgetauscht, mit denen sie zuvor noch nie gesprochen hatten.

Auf dem Weg
Gruppe von vorne

Wir ließen den Abend bei Essen und Getränken im schönen TorEins Park Café ausklingen. Auf dem Heimweg und am nächsten Tag las ich auch auf LinkedIn erste Stimmen der Teilgebenden, denen ich entnehme, dass auch informelle, fachlich nicht vorgeplante Formate wie Walk and Talk gerne als Community-Event angenommen werden.

Gruppenbild der #clc10 an einer langen Tafel im TorEins Park Café. Essen ist noch nicht da, aber die Getränke stehen schon vor uns.

Das nächste -Treffen planen wir wahrscheinlich für September. Um es nicht zu verpassen, folgt uns gerne auf Eventbrite oder schaut regelmäßig auf der colearn-Seite vorbei. Wer für das nächste Treffen Ideen oder einen Location-Vorschlag hat, meldet sich gerne bei Sirkka, Anja, Christian, Andreas und mir.
Wer von euch hat noch Fotos gemacht, die hier aufgenommen werden dürfen? Schickt sie mir doch, dann ergänze ich sie …